Intelligente Gebäude, geringere Emissionen: Wie du mit NCE und LoRaWAN-Lösungen deine kommunalen Klimaziele erreichst

25. November 2025

Wie wir gemeinsam mit IoT und LoRaWAN in öffentlichen Gebäuden jährlich mehrere Tonnen CO₂ einsparen

Die Klimaziele in deutschen Städten und Gemeinden sind ehrgeizig. Ob Klimaschutzplan 2050, kommunale Klimaschutzkonzepte oder Energieeffizienzmaßnahmen in öffentlichen Liegenschaften – Du kennst die Herausforderungen aus Deinem Arbeitsalltag nur zu gut. Schulen, Verwaltungsgebäude oder Sporthallen stehen dabei im Mittelpunkt, denn sie bieten enorme Potenziale, um Energie zu sparen und CO₂-Emissionen nachhaltig zu senken.

In diesem Beitrag möchten wir Dir zeigen, wie wir in einem konkreten Projekt in Baden-Württemberg mit einer LoRaWAN-Lösung in einer Schule jährlich mehrere Tonnen CO₂ einsparen werden. Durch den Einsatz smarter Heizkörperthermostate, Fensterkontakte und einer intelligenten Softwaresteuerung können Räume automatisch nach Stundenplan beheizt werden – zuverlässig, energiesparend und wartungsarm. Wir erklären Dir, warum LoRaWAN gerade für große Gebäude ideal ist, wie es funktioniert und warum sich diese Investition lohnt.

Ein Pilotprojekt in Baden-Württemberg zeigt den Weg



Eine Schule in Baden-Württemberg dient derzeit als Vorzeigeprojekt für modernes Energiemanagement in öffentlichen Liegenschaften. Ziel war es, den Heizenergieverbrauch signifikant zu reduzieren, ohne Komforteinbußen für Schüler oder Lehrpersonal. Die Lösung: eine flächendeckende Ausstattung der Klassenräume mit smarten Heizkörperthermostaten und Fensterkontakten, die über LoRaWAN kommunizieren.

Die Besonderheit: Alle Heizkörper sind mit intelligenten Thermostaten ausgestattet, die automatisiert nach Stundenplan gesteuert werden. Klassenräume werden nur dann beheizt, wenn tatsächlich Unterricht stattfindet. Räume, die seltener genutzt werden, etwa Fachräume oder Mehrzweckräume, folgen einem individuellen Heizplan. Öffnet jemand ein Fenster, erkennt der zugehörige Sensor dies sofort und reduziert automatisch die Heizleistung – Energieverschwendung wird so in Echtzeit vermieden.

Warum LoRaWAN?



LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) ist ein Funkstandard, der speziell für die Kommunikation von IoT-Geräten entwickelt wurde. Im Vergleich zu WLAN oder klassischen Funklösungen bietet LoRaWAN einige entscheidende Vorteile, die es ideal für große Gebäude oder weitläufige Infrastrukturen machen:


  • Reichweite von bis zu mehreren Kilometern, auch durch dicke Wände oder Keller hindurch
  • Sehr geringe Funkbelastung und minimale Energieaufnahme der Geräte
  • Hohe Stabilität, selbst in Gebäuden mit gemischter Bausubstanz
  • Funktionsfähig unabhängig von bestehenden Netzwerken oder Internetverbindungen
  • Datensicherheit durch verschlüsselte Übertragung
  • Wartungsarme Technologie mit Batterielaufzeiten von fünf bis zehn Jahren



Gerade in Schulen, Rathäusern oder Gebäudekomplexen mit dicken Wänden ist LoRaWAN oft die einzige wirtschaftlich und technisch sinnvolle Lösung, um eine zuverlässige Datenkommunikation zwischen Sensoren, Aktoren und zentraler Plattform sicherzustellen.

Energieeinsparungen durch intelligente Automation



Mit der neuen IoT-gestützten Heizungssteuerung können Kommunen im Jahresmittel deutliche Energieeinsparungen erzielen.

In ersten Auswertungen zeigt sich, dass durch automatisierte Zeitsteuerung, Fensterkontakte und den Einsatz adaptiver Regler bis zu 30 Prozent der Heizkosten eingespart werden können. Das entspricht erheblichen CO₂-Einsparungen – mehrere Tonnen jährlich allein in einer größeren Schule. Darüber hinaus profitieren auch Facility-Management-Teams: Statt händischer Ablesungen oder zeitaufwändiger Kontrollgänge werden alle relevanten Daten zentral in einer Software erfasst. Temperaturverläufe, Heizzeiten, Energieverbrauch oder Störmeldungen sind in Echtzeit sichtbar. So können Anomalien frühzeitig erkannt und Maßnahmen zielgerichtet umgesetzt werden.

Deutsche Server, zertifizierte Datensicherheit



Ein weiteres wichtiges Argument – insbesondere im öffentlichen Sektor – ist der Datenschutz. Die verwendete Software-Plattform wird auf Servern in Deutschland betrieben und erfüllt strenge europäische Datenschutzstandards (DSGVO-konform). Alle Daten werden verschlüsselt übertragen und ausschließlich innerhalb des Hoheitsgebiets verarbeitet. Für Kommunen ist dies ein entscheidendes Kriterium, um Datensicherheit und Systemvertrauen langfristig zu gewährleisten.

Automatischer hydraulischer Abgleich – Modernisierung ohne Eingriff in die Bausubstanzt



Ein häufig unterschätzter Faktor im Heizenergiemanagement alter Gebäude ist der hydraulische Abgleich. In vielen Bestandsgebäuden sind die Heizkreise nicht optimal eingestellt: Einige Heizkörper werden zu warm, andere zu kalt. Das führt nicht nur zu ungleichmäßigem Komfort, sondern auch zu übermäßigem Energieverbrauch.

Die in dieses Projekt integrierten Thermostate führen einen automatischen hydraulischen Abgleich durch. Das System lernt, wie sich die Heizkörper im laufenden Betrieb verhalten, und regelt die Durchflussmengen dynamisch. Dadurch wird die Wärme effizienter verteilt, was gerade in älteren Gebäuden den Energieverbrauch nochmals senken kann – ganz ohne bauliche Eingriffe oder separate Installationen.


Digitalisierung und Skalierbarkeit – von der Schule zur Stadt



Die eingesetzte IoT-Lösung ist so konzipiert, dass sie vollständig skalierbar ist. Was in einer Schule beginnt, kann nahtlos auf ein ganzes Stadtgebiet ausgedehnt werden. LoRaWAN-Gateways können Dutzende oder Hunderte Gebäude vernetzen, von Verwaltungsbüros bis zu Kindergärten, von Sporthallen bis zu Bibliotheken. Dabei bleibt der Aufwand für Installation und Betrieb überschaubar: Einmal eingerichtet, kommunizieren die Geräte autonom, Energie liefernd über Batterien, die viele Jahre halten.

Gleichzeitig eröffnet diese Infrastruktur den Weg zu weiteren Anwendungsfällen der kommunalen Digitalisierung:


  • Überwachung von Wasserverbräuchen und Leckage-Erkennung
  • Erfassung von Raumluftqualität, CO₂-Konzentration und Luftfeuchtigkeit
  • Intelligente Lichtsteuerung in öffentlichen Gebäuden
  • Zustandserfassung von Straßenbeleuchtung oder Parkplätzen
  • Winterdienststeuerung auf Basis von Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren


So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Ökosystem, das nicht nur Energie spart, sondern auch Betriebskosten senkt und Entscheidungsprozesse im Klimaschutz wesentlich vereinfacht.

Beitrag zur kommunalen Klimastrategie



Kommunen werden zunehmend daran gemessen, wie wirkungsvoll sie ihre Klimaziele umsetzen. Förderprogramme wie die Kommunalrichtlinie oder Bundesförderungen für effiziente Gebäude (BEG) unterstützen den Umstieg auf intelligente Energiemanagementsysteme mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent. Projekte wie das in Baden-Württemberg zeigen, dass digitale Lösungen keine Zukunftsvision mehr sind, sondern ein konkretes Instrument zur Erreichung der Klimaneutralität darstellen.

Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Planbarkeit: Energiemanager können über Dashboards den Verbrauch einzelner Gebäude oder ganzer Liegenschaftsgruppen vergleichen und Muster erkennen. Diese Datentransparenz ist der Schlüssel, um Investitionsentscheidungen faktenbasiert und nachhaltig zu treffen.


Weniger Aufwand, mehr Wirkung


Für städtische Liegenschaftsverwalter bedeutet der Einsatz smarter Systeme eine deutliche Entlastung im Alltag. Routineaufgaben wie Temperaturkontrollen, Heizzeitenprüfung oder Fehlersuche entfallen weitgehend. Stattdessen ermöglicht die Software eine zentrale Überwachung – von überall aus und in Echtzeit.

Das reduziert nicht nur den manuellen Arbeitsaufwand, sondern auch den CO₂-Fußabdruck der Verwaltung, da Kontrollfahrten und Vor-Ort-Einsätze seltener notwendig sind. Gleichzeitig erhöht die Technologie die Betriebssicherheit: Fehlfunktionen in Heizkörpern oder Ventilen werden automatisch erkannt und gemeldet, lange bevor sie spürbare Auswirkungen haben.


Fazit


Die Erreichung der kommunalen Klimaziele wird ohne Digitalisierung kaum möglich sein. LoRaWAN-basierte IoT-Lösungen bieten hier einen wegweisenden Ansatz: Sie verbinden niedrigen Energieverbrauch, hohe Reichweite, Datensicherheit und Kosteneffizienz mit maximaler Transparenz im Gebäudebetrieb.

Gerade für Städte und Gemeinden, die vor der Modernisierung ihrer Bestandsgebäude stehen, eröffnen solche Systeme einen schnellen und bezahlbaren Einstieg in die smarte Energieverwaltung. Jede eingesparte Kilowattstunde und jede vermiedene Tonne CO₂ bringt Kommunen näher an ihr Ziel: klimaneutrale, lebenswerte Städte.

Wer heute startet, profitiert doppelt – von sinkenden Energiekosten und einer Vorreiterrolle im kommunalen Klimaschutz.


Du bist verantwortlich für Energie-, Klima- oder Gebäudemanagement in deiner Stadt oder Gemeinde? Möchtest du wissen, wie du mit IoT und LoRaWAN öffentlichen Gebäude wirtschaftlich und nachhaltig für die Zukunft aufstellen kannst?


Lasse dich von echten Projekterfahrungen und konkreten Einsparpotenzialen inspirieren! Kontaktiere uns für eine unverbindliche Beratung! Gemeinsam setzen wir eure Klimaziele in messbare Ergebnisse um.


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